Maximilian Lütgens

Maximilian Lütgens arbeitet seit 2017 in der Bildungsabteilung an der KZ-Gedenkstätte in Dachau. Er hat Geschichte und Gender Studies in Konstanz und Aberdeen studiert und arbeitet neben seinem Job in Dachau als Schauspieler und als Sportjournalist. In der Bildungsabteilung in Dachau ist er u.a. für die Organisation von Zeitzeugengesprächen, digitalen Führungen und Seminaren, Fortbildungsprogrammen für die Guides und Themenführungen zuständig. Als Historiker beschäftigt er sich u.a. mit den Schwerpunkt-Themen „Widerstandskämpfer/-innen und außereuropäische Häftlinge im KZ Dachau“ und „die Ermordung von sowjetischen Kriegsgefangenen in Dachau-Hebertshausen“.

 


Maximilian zur Geschichte des Konzentrationslagers Dachau: „Dachau ist das einzige große Konzentrationslager, das einzige Stammlager, das fast bis auf wenige Tage in der gesamten Zeit des Nationalsozialismus bestand. Dachau wurde am 22. März 1933 errichtet und eröffnet. Es bestand bis zum 29. April 1945 (…). Deswegen ist Dachau auch ein wichtiger Ort, wenn man den SS -Terror im ‚Dritten Reich‘ beleuchtet.“
Maximilian zur sogenannte Häftlingsgesellschaft : „Ja, im Konzentrationslager Dachau wurden die Menschen nach ihrer Einlieferung in bestimmte Kategorien eingeteilt. Das waren ihre Haftgründe, also die Haftursachen aus der Sicht der SS, die das Lager geführt und geleitet hat. Es gab verschiedene Winkel, die die Gefangenen an ihren Sträflingsanzug anheften mussten.
Diese Winkel hatten verschiedene Farben für verschiedene Kategorien. Es gab beispielsweise den roten Winkel mit dem vor allem politische Gegner als politische Gefangene gekennzeichnet wurden und auch Widerstandskämpfer, zum Beispiel aus den eroberten Gebieten …““
Maximilian über Widerstandskämpfer im Konzentrationslager Dachau und über sein persönliches und berufliches Interesse in der Gedenkstätte Dachau zu arbeiten.
Fragment und Versuch den aktuellen Konflikt zwischen der Ukraine und Russland aus der Perspektive der Erinnerungsarbeit in der Gedenkstätte anzusehen. Russ:innen sowohl Ukrainer:innen haben auch eine gemeinsame Leidenserfahrung im Zweiten Weltkrieg und auch noch Generationen danach.