Der Weg der Sinti und Roma // Ausstellung in der Bertolt-Brecht-Schule

20. Mai – 02. Juni 2022 / Mo-Fr 08:00 Uhr – ca. 15:00 Uhr / Neues Foyer der Bertolt-Brecht-Schule /

„Der Weg der Sinti und Roma“ beschreibt Aspekte der Geschichte von Sinti und Roma seit dem 15. Jahrhundert in Europa. Dieser Weg ist seit dem 15. Jahrhundert durch massive Ausgrenzungen und Verfolgungen gekennzeichnet, unterschiedlich begründet, mit unterschiedlichen Zielsetzungen. Auf den Tafeln werden Vorurteile benannt, Bilder kritisch präsentiert, Wirkungen und Folgen für die Sinti und Roma dargestellt. Dass Sinti und Roma eigene Traditionen haben, diese auch in die deutsche und europäische Kultur eingebracht haben und bringen, wird ebenso dargestellt.

Es wird deutlich gemacht, dass nach 1970/1980 Sinti und Roma versuchen, den Weg selbst stärker zu bestimmen – durch Bürgerrechtsarbeit, mit dem Ziel innerhalb der europäischen Gesellschaften als selbständige Gruppe („nationale Minderheit“) anerkannt zu werden. Dass es hier Fortschritte gegeben hat, wird dokumentiert, aber auch die Tatsache, dass in vielen Teilen der Gesellschaf t immer noch Vorurteile vorhanden und Diskriminierungen an der Tagesordnung sind, ohne dass es Proteste von Nichtbetroffenen gibt. Es wird in der Ausstellung gezeigt, dass Zuschreibungen und Bilder, Vorurteile und Stereotypen, aber auch Verleumdungen in diesem langen Zeitraum vom 15. Jahrhundert bis heute eine wesentliche Rolle auf dem Weg der Sinti und Roma spielen.

(aus Der Weg der Sinti und Roma. Wie „Zigeuner“ – Bilder und Vorurteile einen Völkermord möglich machen können. Handreichung und Katalog zur Ausstellung: https://sinti-roma-hessen.de/wp-content/uploads/2019/07/Begleitband2019-WegDerSintiUndRoma-Web_klein.pdf).


Udo Engbring-Romang: “ Wenn die Personen 1946 / 1947 auf den Ämtern für Wiedergutmachungwieder vor einem sitzen, die einem einst schon ins Lager gebracht haben.“

Zur Ausstellung gab es auch einen Workshop mit Schüler:innen der Bertolt-Brecht-Schule durch den Kurator Udo Engbring-Romang.

Kontakt – auch bei Fragen und Anfragen zu Führungen durch die Ausstellung:
Bernhard Schütz, BrechtGeschichtswerkstatt

sz@brechtschule.info