„Booker Prize“-Gewinnerin Jenny Erpenbeck liest aus „Heimsuchung“.
In elf Kapiteln erzählt Jenny Erpenbeck in Ihrem 2007 erschienen Roman von einem Haus am Scharmützelsee in Brandenburg und dessen Bewohnern während einer Zeitspanne von drei Generationen: von einem in der Zeit des Nationalsozialismus erfolgreichen Architekten, der nach den Vorstellungen seiner Frau ein Haus errichtet, von einem jüdischen Tuchfabrikanten, der das Grundstück unter Wert verkauft und mit seiner Familie deportiert und ermordet wird. Von der Besatzung des Hauses durch die Kompanie eines Majors der roten Armee nach dem zweiten Weltkrieg, von der im Wandschrank versteckten Frau des Architekten, von einer aus dem sowjetischen Exil zurückkehrenden Schriftstellerin und schlussendlich von den Erben des Architekten, die nach dem Ende der DDR ihre Ansprüche auf das Haus einlösen.