Geschichtswerkstatt

Wie spannend können Dokumente sein? Welche Details verbergen Archivalien? Diese Fragen motivieren Schüler*innen der Q2 sich in der BrechtGeschichtswerkstatt zu engagieren und an Originaldokumenten zu arbeiten


Ein Kampf um Wiedergutmachung Im Juni 1941 starb der aus Griesheim stammende jüdische Bürger Gustav Löb im Konzentrationslager Dachau. Nur wenige Monate zuvor hatte man ihn dorthin verschleppt. Seine Nachkommen kämpften nach dem Krieg um Wiedergutmachung, davon zeugt die umfangreiche Entschädigungsakte im Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden. Alicia beschäftigte sich intensiv mit den Dokumenten. In diesem Video berichtet sie über ihre Recherchen. Ihre Arbeit stellte sie auch während des Gedenktags an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2020 in der Centralstation vor und erinnerte so an die Familie Gustav Löb.
Protest und Denunziation Leonie, Leistungskurs Geschichte (2018-2020), spricht in diesem Video über ihre Recherchen in den Staatsarchiven Wiesbaden und Darmstadt. Im Rahmen des umfassenden Projektes „Darmstädter Biografien 1933 – 1945“ beschäftigt sie sich mit der Darmstädter Bürgerin Ernestine Engel, die aufgrund ihrer offenen Ablehnung des NS-Regimes denunziert und inhaftiert wurde.

Erinnerung an Orte der Gewalt und Vernichtung. Erinnerung an die Orte der Gewalt und Vernichtung: In diesem Video berichten Schüler*innen über ihren Besuch von Gedenkstätten in Kaunas/Litauen und Dachau (2017) Auch Emil Mangelsdorff kommt zu Wort. Er erzählt, wie er als Schulkind Massenveranstaltungen der Nationalsozialisten besuchen musste und so die Inszenierung und Ästhetisierung der Gewalt erlebte.
Wie spannend können Dokumente sein? Wie spannend können Dokumente sein? Welche biografischen Details verbergen Archivalien? Kirsti Ohr spricht über das Engagement von Schülerinnen anlässlich der Stolpersteinverlegung für Jenny Neustädter und die Arbeit an nicht edierten Quellen, durch deren Entschlüsselung und Kontextualisierung die Annäherung an Biografien, die Rekonstruktion historischer Prozesse und das Verständnis für historische Strukturen möglich ist.
Das Überleben der Familie Malkès in Wilna
1927 in Wilna geboren, wurde Simon Malkes im Alter von 14 Jahren mit seinen Eltern in das Wilnaer Ghetto gesperrt. Für die meisten Ghettoinsassen endete das Leben in der nahegelegenen Massenerschießungsstätte Ponar.
In diesem kurzen Filmausschnitt berichtet Simon Malkès von der Vernichtung der jüdischen Gemeinde in Wilna und von Karl Plagge aus Darmstadt, der als Leiter des Heereskraftfahrzeugparks in Wilna weit über zweihundert jüdischen Zwangsarbeiter vor der Ermordung bewahrte. Simon Malkès war einer Geretteten.
Eine Reise nach Litauen (2017) Geschichtsunterricht. Manchmal führt er auch an Quellen des Geschehens, wie F., Brechtschüler, hier berichtet. Was es für ihn als Person bedeutet, auch darüber spricht er in diesem Video.
Forschendes Lernen an Originaldokumenten Zur Rekonstruktion der Schicksalswege von NS-Opfern auf der Basis von Dokumenten des nationalsozialistischen Verfolgungsapparates. Die BrechtGeschichtswerkstatt sieht dies als einen ihrer Arbeitsschwerpunkte – begleitet von Exkursionen und Studienreisen zu KZ-Gedenkstätten und anderen Orten faschistischen Terrors.